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Leichtathletik

LA
 
Para Leichtathletik
Das Wettkampfprogramm der Leichtathletinnen und Leichtathleten umfasst die meisten Wettbewerbe bei den Paralympics. Daher ist die Leichtathletik in der Regel diejenige paralympische Sportart mit den meisten Teilnehmer:innen. Die Ursprünge dieser Sportart finden sich 1952 in Stoke Mandeville (England) bei den Internationalen Spielen für Behinderte, wo das erste Rollstuhlrennen stattfand. Seit 1960 gehört die Leichtathletik zu den paralympischen Sportarten.

 

Klassifizierung und Regelwerk 
Aufgrund der Fülle von Disziplinen und der Anzahl an verschiedenen Behinderungsklassen ist die Klassifizierung sehr komplex. Ausgetragen werden annähernd dieselben Wettkämpfe wie bei den Olympischen Spielen, mit Ausnahme der Gehwettbewerbe, der Hürden- und Hindernisläufe sowie des Stabhochsprunges, des Dreisprungs und des Hammerwurfes, dafür steht alternativ der Keulenwurf für intensivere Handicaps im Programm. Von den fünf allgemeinen Klassen bei den Paralympics sind alle 5 Handicaps in der Leichtathletik vertreten, also:

 

  • Rollstuhl-Athleten:innen
  • Athleten:innen mit Amputationen, Dysmelien oder vergleichbaren Beeinträchtigungen mit und ohne Prothesen
  • Blinde/sehbehinderte Athleten:innen
  • Cerebralparetiker:innen
  • intellektuell Beeinträchtigte

     

Um Chancengleichheit zu wahren, sind die Klassen in sich noch weiter unterteilt. Dabei ist die Anzahl der weiteren Unterteilungen pro Startklasse verschieden groß. Insgesamt ergeben sich aus allen Differenzierungen ca. 20 verschiedene Klassen, die Bahn-Wettbewerbe («Track») austragen und 25 verschiedene Klassen, die Technik-Wettbewerbe («Field») austragen. Dies führt dazu, dass es mehrere Paralympics-Sieger in einer Disziplin gibt - je nach Klasse. Allerdings werden nicht in allen Klassen auch alle Disziplinen ausgetragen. 

 

In der Klassifizierung steht T hierbei für «Track» und F für «Field», wobei die Sprünge klassifizierungstechnisch zu den Track-Events gerechnet werden. Allgemein gilt: Je tiefer die Klassenzahl ist, desto stärker die Behinderung des Athleten oder der Athletin. Es gibt sechs Klassen, die jeweils in weitere Subklassen unterteilt werden:

 

  • Beeinträchtigung der Sehfähigkeit (T/F 11-13)
  • Intellektuelle Beeinträchtigung (T/F 20)
  • Cerebrale Paresen (Ataxie, Athetose und Muskelhypertonie) (TF 31-38)
  • Kleinwuchs (T/F 40, T/F 41) 
  • Fehlbildung der unteren Gliedmaßen; der Wettkampf wird ohne Prothese bestritten (T/F 42 – T/F 44)
  • Fehlbildung oder Amputation der oberen Gliedmaßen (T45-47; F45-46) 
  • Beeinträchtigung der Muskelkraft oder der passiven Beweglichkeit z.B. Para/Tetraplegiker (T 51-54; F 51-57
  • Fehlbildung oder Amputation der unteren Gliedmaßen, der Wettkampf wird mit Prothese/n bestritten (T/F 61-64)

     

Die Klassen T32-34 und T51-54 bestreiten ihre Wettkämpfe mit dem Rennrollstuhl. Die Klassen F32-34 und F51-57 bestreiten ihre Wettkämpfe auf einem Wurfstuhl. Die übrigen Klassen bestreiten sie stehend/rennend.